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SYNOPSIS
Der sechzehnjährige Georg aus Frankfurt-Main
hat sich gerade für den hessischen Landesmeistertitel in Taekwondo
qualifiziert, als er plötzlich mit seinem allein erziehenden Vater
nach Frankfurt-Oder ziehen muss und alles verliert: seine Freunde, seine
Kampfsportkarriere, sein innere Gleichgewicht. Trotzig stellt er sich
seiner neuen Umgebung entgegen. Das beeindruckt schnell den Rechtsextremen
„Underdog“ aus seiner neuen Klasse. Zwei unvereinbare Welten
prallen aufeinander. Wut trifft auf Wut. Stolz auf Stolz. Zwei starke
Gegner, doch vielleicht auch zwei starke Freunde ...
DER REGISSEUR MIRKO BORSCHT ÜBER DEN FILM:
Das Thema Rechtsradikalismus in den neuen
Bundesländern scheint ein nahezu unerschöpflicher Pool für
reißerische und oberflächliche Berichterstattung zu sein. Viel
zu oft dient uns der „böse, unheilbare Nazi aus dem "Osten“
als Bestätigung des eigenen bequemen, aber politisch korrekten Standpunktes,
der nicht mehr hinterfragt werden muss. Doch genau diese Art von Ignoranz
und Doppelmoral macht es den extremen Rechten so leicht ihren Nachwuchs
zu rekrutieren, vermitteln sie doch vordergründig ein klar strukturiertes
Weltbild. In ihrer scheinbaren Rückbesinnung auf die „wahren
und verloren gegangenen Werte“, wie Gerechtigkeit, Mut und Kameradschaft,
glaubt die Hauptfigur des Films sogar eine Art Geistesverwandtschaft zu
den Regeln seines Kampfsports zu finden. Die Verständnislosigkeit
und Ignoranz der Außenstehenden empfindet er nur als Bestätigung
des eigenen Handelns.
Ich wollte eine Authentizität vermitteln,
die sich nicht aus der dokumentarischen Außenansicht speist, sondern
aus dem Innenleben der Hauptfigur. Dabei geht es weniger um eine detailgenaue
Bestandsaufnahme der Gegenwart, denn um das Aufzeigen von Defiziten im
Umgang miteinander.
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