Georg Beerbaum (16) ist ein hübscher, intelligenter Junge aus geschiedenem Elternhaus, geprägt durch die Ich-Bezogenheit des westdeutschen Mittelstands. Seine ernorme Selbstsicherheit bezieht er aus jahrelanger Kampfsporterfahrung. Sein großer Traum ist der hessische Landesmeistertitel in Teakwondo. Als ihm diese Perspektive genommen und er aus seinem Umfeld gerissen wird, weil er mit dem allein erziehenden Vater nach Frankfurt/Oder ziehen muss, stürzt er in eine elementare Sinnkrise.
  FLORIAN BARTHOLOMÄI    
       
    Thomas Thiess (16) ist ein kluger, wacher Teenager mit einem ausgesprochenem Gerechtigkeitssinn und der Sehnsucht nach Ordnung. Den Verlust des Vaters hat er nie überwunden. Da kommen ihm die provokanten rechtsradikalen Phrasen gerade recht, um inneren Halt zu finden. Er gefällt sich ziemlich gut in seiner Führungsrolle, die erst durch Georgs Auftauchen ernsthaft in Frage gestellt wird. Also versucht er ihn zu rekrutieren.
  LUDWIG TREPTE    
       
    Philip (16) Kind einer DDR-Funktionärsfamilie, der den Statusverlust und sozialen Abstieg seines Elternhauses nie verwunden hat. Er giert nach Anerkennung und ist jederzeit bereit dafür alles über Bord zu werfen. Seine Hörigkeit gegenüber Thomas nimmt teilweise groteske Züge an, jedoch nur solange er in deutlich schwächerer Position ist. Philip ist von allem fasziniert, was Stärke und Männlichkeit symbolisiert: Waffen, Militär, Autorität. Somit ist der Schritt zum intriganten Jungnazi nicht weit. Als Georg auftaucht und Thomas' Führungsposition ins Wanken gerät, glaubt er das seine Stunde geschlagen hat.
  MAX MAUFF    
       
    Reiko (16) schüchternes Dickerchen aus sozial schwachen Verhältnissen und bester Freund von Philip und Thomas. Schon als Kind wurde er gehänselt und hat so lange alles in sich reingefressen, bis er stark genug war um zurückzuschlagen. Das hat er dann auch reichlich getan, mit Vorliebe im örtlichen Fußballstadion, wo er schnell Anschluss zur rechten Hooliganszene fand. Kameradschaftsgeist bedeutet für Reiko alles und so fühlt er sich schnell von Thomas verraten, als sich dieser zu sehr für den „Neuen“ in der Klasse interessiert. Aber Kameraden lässt man nicht so schnell im Stich.
  MAX OELZE    
       
    Kleiner Streber (12) Nesthäkchen einer Künstlerfamilie mit Hang zu niederträchtigen Späßchen. Da er von Gleichaltrigen nicht mehr ernst genommen wird, schleimt er sich gern bei Älteren ein, um sein ausgeprägtes Geltungsbedürfnis zu befriedigen. Doch die wollen mit dem „süßen Wonneproppen“ meistens nichts zu tun haben, dabei würde er so gern zu den „bösen Jungs“ gehören. Nur Philip glaubt in dem Kleinen Streber eine Art Geistesverwandten zu entdecken und versucht ihn sich als Nachwuchs heranzuziehen.
  SVEN LUBECK    
       
    Susanna (16) Schulkameradin in Georgs neuer Klasse und eine durchaus spannende Erscheinung. Für ihr Alter ist sie schon recht selbständig und weiß was sie will. Und was sie nicht will sind Typen wie Thomas , Philip und Reiko. Deshalb versucht sie auch Georg vor ihnen zu schützen, weil der „Neue“ aus dem Westen ja eigentlich ganz cool ist und endlich mal jemand mit ner eigenen Meinung. Mit Unbehagen beobachtet sie wie sich Georg Schritt für Schritt verändert.
  ALICE DWYER    
       
    Jasmin (16) Georgs beste Freundin und Vereinskameradin aus Frankfurt/Main. Als Tochter des schwarzen Teakwondotrainers Simon, hat sie einen Sonderstatus innerhalb ihrer Clique. Tough und lebenshungrig spielt sie gern mit coolen Jungs und so hat sie auch das eine oder andere Mal mit Georg rumgeknutscht. Obwohl sie ihn sehr vermisst, ist sie auch ganz froh über ein bisschen Abstand, weil sich Georg doch ziemlich in sie verknallt hat, ihr die Rolle der besten Freundin aber deutlich besser gefällt. Trotzdem plagt sie das schlechte Gewissen, als sie eine Affäre mit Dennis, einem etwas älteren Jungen aus dem Verein, beginnt.
  ISABELLE MBARGA    
       
   

Dennis (18) schmuck tätowierter und manisch cooler Taekwondoschüler aus Georgs ehemaligem Verein, der schon lange ein Auge auf Jasmin geworfen hat. Als Georg wegzieht erweckt er endgültig ihr Interesse. Für ihre Gewissenbisse hat er nur bedingt Verständnis.

  ADRIAN TOPOL    
       
    Gisela Thiess (39) Thomas' unglückliche Mutter. Zusammen mit ihrem Mann, einem ehemaligen Boxer, hat sie nach der Wende einen Laden für Sportartikel eröffnet, der eine Zeitlang auch ganz gut lief. Als Thomas Vater aber mit der polnischen Aushilfskraft durchbrennt, fällt ihre Welt in sich zusammen. Nach diversen Nervenzusammenbrüchen muss sie in ärztliche Behandlung und verliert das Geschäft. Nur mit Thomas Hilfe kann sie sich wieder aufrappeln und sich eine neue Existenz aufbauen. Inzwischen kellnert sie im Vorzeigerestaurant der Stadt. Gisela klammert sich an ihren Sohn, kann aber trotz all ihrer Liebe und Fürsorge seiner plötzlichen rechtsradikalen Gesinnung nichts entgegensetzen.
  ANNETT KRUSCHKE    
       
    Andreas Beerbaum (48) Georgs liebevoller Vater, Architekt aus Frankfurt am Main. Nachdem er vor Jahren von seiner Frau verlassen wurde, hat er die Arbeit hinten angestellt und sich der Erziehung seiner Kinder Anke und Georg gewidmet. Jetzt erhält er die einmalige Chance selbständig ein Großprojekt in Frankfurt/Oder zu leiten. Dort studiert inzwischen auch Anke und die Familie wäre wieder zusammen. Andreas konzentriert all seine Kraft auf den neuen Job und verliert dabei die Sorgen und Nöte seines Sohnes aus den Augen.
  FALK ROCKSTROH    
       
    Anke Beerbaum (23) Georgs große Schwester studiert Kunst an der Viadrina in Slubicé, der polnischen Grenzstadt von Frankfurt/Oder, und hat sich ihren eigenen Freundeskreis geschaffen, in dem sie voll aufgeht. Sie versucht Georg die guten Seiten der Stadt zu zeigen, akzeptiert aber auch, dass er seinen eigenen Weg finden muss. Erst als sie ihn im Kreise örtlicher Neonazis vermutet, bekommt sie es mit der Angst zu tun und mischt sich mit großer Geste ein.
  CHRISTINE DIENSBERG    
       
    Daniel (28) stadtbekannter Neonazi und ehemaliger Skinhead. Inzwischen „seriös“ geworden, engagiert er sich ehrenamtlich in Sozialprojekten und Altenbetreuung, was dem Zulauf der rechten Szenen gut bekommt. Sein neu gegründeter „Fördervereins zur Wahrung altgermanischer Sitten und Gebräuche“ ist inzwischen ein abstruses Sammelbecken für Alt – und Neonazis, konservativen Normalbürgern, Nationalisten und jugendlichen Rechten. Auch Thomas und seine Clique halten lose Kontakt zu ihm, weil sie „die Bewegung“ prinzipiell unterstützen, sich aber nicht organisieren wollen. Daniel versucht Thomas Stück für Stück auf seine Seite zu ziehen, beobachtet aber skeptisch dessen Kontakt zu Georg. Philip hingegen lässt sich deutlich einfacher vor seinen „Nazikarren“ spannen.
  MATTHIAS SCHWEIGHÖFER    
       
    Martin (43) Sozialarbeiter und Taekwondotrainer in Frankfurt/Oder, erinnert allerdings eher an einen Speckgürtelzuhälter. Martin ist eine überaus skurrile Erscheinung und immer genau da zu Hause, wo er seine Aufgabe sieht. Seine Herkunft ist genauso unklar wie sein wahres Alter. Er scheint in seinem Leben schon einiges erlebt zu haben und genau das macht ihn für viele Kids so spannend. Er ist weltoffen, tolerant und für jeden schlechten Scherz zu haben. Trotzdem vermittelt er klare moralische Grundsätze, die auf einem sportlichen Selbstverständnis basieren und für deren Missachtung er kein Verständnis hat.
  DIRK BORCHARDT    
       
  In weiteren Rollen    
 

PETRA HARTUNG
ERROL SHAKER
HANS SCHEUERECKER
JÜRGEN DRENHAUS
DANIEL STEINER
KATHARINA QUAST
MARIE LUISE HUTZLER
HEINER RADAU
CHRISTOPH GERBER
TIM UHLENBROCK
ALI HASSAN
MICHA PADERIN
MAX RIEDEL
SEBASTIAN BUTZ

 

Lehrerin Frau Paluszek
Trainer Simon
Prof von Anke
Brutalotyp
Marco
Peten
Grit
Silvio
Tino
Felix
Cengdiz
Schüler Eins
Schüler Zwei
Schüler Drei